Carmen in Lissabon (Mai 2014)

Para viajar, basta existir.

(Fernando Pessoa)

 

01. Mai 2014   Carmen reist nach Lissabon

Anlässlich des 40. Jahrestages der Nelkenrevolution reist Carmen heute in die Portugiesische Hauptstadt. Nach der Ankunft tauscht sie die Kamelie im Haar gegen ein Sträußchen roter Nelken und lässt sich erst einmal ein wenig durch die Stadt treiben, wobei sie die Atmosphäre der portugiesischen Metropole in sich aufsaugt.

Die scheuen Einheimischen reagieren zunächst eher zurückhaltend auf unsere freundliche Touristin.

 

02. Mai 2014   Geschäfte

Carmen kommt zum eigentlichen Zweck ihres Besuchs. Zunächst besucht unsere Waffenhändlerin die Kirche des Mosteiro dos Jéronimos und betet am Grab Vasco da Gamas für gute Geschäfte.

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Carmen im Mosteiro dos Jéronimos

 

Anschließend trifft sich unsere unermüdliche Erobererin mit einigen finsteren Gestalten am Torre de Belém, wo sie die aktuelle Kollektion des Portugiesischen Militärs in Augenschein nimmt. Da sie nicht so gern die Katze im Sack kauft, feuert sie, noch bevor ihre Geschäftspartner einschreiten können, einen Probeschuss auf die Raffinerie am anderen Ufer des Tejo.

„Sieht alt aus, funktioniert aber tadellos – trotz Krise“, ist ihr fachmännisches Urteil im Angesicht des Infernos.

Nachdem die Geschäfte mit einem Handschlag besiegelt sind, reitet Carmen auf einer Kanonenkugel über die Ponte de 25 Abril und landet sicher auf der Christusstatue. Abends werden die Geschäfte gefeiert.

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Carmen besichtigt die aktuelle Kollektion des Portugiesischen Militärs

 

03. Mai 2014   Vergnügen

Am nächsten Morgen fährt Carmen mit dem Cabrio zum Tontaubenschießen auf das Castelo de São Jorge. Da sie am Vorabend etwas zu viel Portwein getrunken hat, verwechselt schon mal die Ziele. Ihr Kuhmentar: „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer!“

Als sie auf dem Rückweg mit ihrem Auto beim Passieren einer Einbahnstraße in der falschen Fahrtrichtung angehalten wird, drückt sie dem Polizisten 10 € in die Hand und steckt ihm eine rote Nelke ins Nasenloch.

„Ich wünsche ihrer jungen Demokratie alles Gute!“ ruft sie gönnerhaft und gibt Vollgas.

 

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